SCHAUPLATZ BERGISCHES LAND
Romanschauplatz Krimi

„Die Krähen haben überhaupt keinen Respekt vor ihm. Es sind viele, bestimmt 20 Stück. Hitchcocks Vögel fallen ihm ein, er drängt die Filmbilder beiseite, fixiert den Hochsitz.“

Romanschauplatz Krimi

„Mit den bunten Herbstbäumen wäre die Lichtung ohne weiteres ein lohnendes Motiv für Landschaftsfotografen. Nichts deutet darauf hin, dass hier eine Gewalttat geschehen ist. Die Welt ist schön und die Menschen tun alles, um einander das Leben zur Hölle zu machen, denkt Judith.“

Romanschauplatz Krimi

„Sie hat sich nie darum gekümmert, die Scharniere der alten Holzklappläden zu ölen. Es gibt ja keine Nachbarn, die Zufahrt zum Forsthaus ist kein öffentlicher Fahrweg – vor wem also sollte sie abends die Läden verschließen? Jetzt bereut sie diese unbekümmerte Nachlässigkeit.“

Romanschauplatz Krimi

„Wieder stolpert sie. Der Boden ist uneben. Ihre Stimme trägt nicht, als ob der Wald näher an sie heranrückt, sie umzingelt und alles, was von ihr ausgeht abfängt und dämpft. Irgendetwas sitzt zwischen den Stämmen und starrt mich an. Der Wald beobachtet mich, er lauscht, er wartet. Das Gefühl lässt sich nicht ignorieren.“

Romanschauplatz Krimi

„Sie entdeckt einen Bach und läuft darauf zu. Der aufgeweichte Boden saugt mit leisem Schmatzen an ihren Gummistiefeln. Der Morast auf dem Grund ist von undurchsichtigem Schwarz. Ein perfektes Versteck für Dinge, die man verschwinden lassen will.“

DER WALD IST SCHWEIGEN
© Gisa Klönne