SCHAUPLATZ KÖLN
Romanschauplatz Krimi

„Sie wählt den Weg am Kanal entlang, in den sie sich sofort verliebt hat. Die Luft schmeckt nach Regen, der Asphalt glitzert. Die kahlen Kronen der Kastanien akzentuieren das spärliche Licht der Straßenlaternen. Am Wochenende ist sie hier um diese Uhrzeit allein, nicht einmal die unermüdlichen Jogger und die Rentner mit ihren fettgefütterten Schoßhunden sind schon unterwegs.“

Romanschauplatz Krimi

„Nieselregen legt sich auf ihre Haare, ihr Gesicht, ihren Mantel. Millionen feiner Tröpfchen, die unaufhaltsam Spuren zerstören. Wie viel Zeit ist vergangen, seit der Tote gefunden wurde? Zu viel Zeit. Judith beschleunigt ihre Schritte. Die Gleise schimmern kalt im Licht der Taschenlampe. Die Scheinwerfer der S-Bahn blenden sie.“

Romanschauplatz Krimi

„Im Fuhrpark lässt sie sich einen Wagen zuteilen, lenkt ihn auf die Zoobrücke. Später wird der Schmerz kommen, die Kehrseite der Wut, das weiß sie aus Erfahrung. Sie lässt das Fenster herunter und zündet eine Zigarette an. Da ist noch mehr. Wir sehen etwas nicht. Wieder ist Judith sicher, dass es so ist.“

Romanschauplatz Krimi

„Schlafende Schwäne gleiten über das Wasser wie Träume. Sie hält inne, sieht ihnen zu. Schwäne sind Luxusgeschöpfe. Dort, wo sie herkommt, gibt es keine Schwäne.“

NACHT OHNE SCHATTEN
© Gisa Klönne